Wassersprudler auf dem Vormarsch: Nachhaltigkeit und Komfort treiben Wachstum im Getränkemarkt

Wassersprudler liegen im Trend: Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen auf selbst aufgesprudeltes Wasser. Neben Komfort überzeugt vor allem der Nachhaltigkeitsaspekt – von reduziertem Verpackungsmüll bis hin zu biogenem CO₂.

Thomas Dietrich, SodaTASTE

Der Markt für Wassersprudler entwickelt sich in Deutschland dynamisch und profitiert zunehmend vom steigenden Umweltbewusstsein der Verbraucher. Laut aktuellen Entwicklungen besitzt inzwischen nahezu jeder dritte Haushalt ein entsprechendes Gerät, um Leitungswasser individuell mit Kohlensäure zu versetzen.

Ein zentraler Vorteil liegt in der Reduktion von Verpackungsmaterialien: Durch die Nutzung wiederverwendbarer CO₂-Zylinder und langlebiger Flaschen entfällt ein Großteil klassischer Einwegverpackungen. Dies trägt dazu bei, Emissionen zu senken und Ressourcen im Alltag zu schonen. Insbesondere geschlossene Kreislaufsysteme leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Auch bei den eingesetzten Materialien zeigt sich ein Wandel. Moderne Wassersprudler werden teilweise aus Biokomposit gefertigt, einem Nebenprodukt aus der Zellstoff- und Sägewerkindustrie. Zudem kommt zunehmend biogenes CO₂ zum Einsatz, das bei natürlichen Gärungsprozessen pflanzlicher Rohstoffe wie Zuckerrüben oder Getreide entsteht und fossile Quellen ersetzt.

Neben ökologischen Vorteilen überzeugt die Flexibilität im Konsum: Nutzer können den Kohlensäuregehalt individuell bestimmen und ihr Getränk geschmacklich anpassen. Der Trend geht dabei klar in Richtung zuckerfreier Varianten. Verfügbare Aromen reichen von klassischen Sorten wie Orange und Apfel bis hin zu ausgefalleneren Geschmacksrichtungen wie Kokosnuss oder Minze, die direkt beim Sprudeln ins Wasser gelangen.

Die Marktbedeutung von kohlensäurehaltigem Wasser bleibt hoch. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: von 144 Litern im Jahr 2014 auf 162 Liter im Jahr 2024. Hochgerechnet entspricht dies einem Zuwachs von rund 1,5 Milliarden Litern im Gesamtmarkt.

Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende Relevanz von Mineral- und Tafelwasser sowie die wachsende Rolle von Wassersprudlern als nachhaltige Alternative im Getränkesegment.