YouGov-Studie: Deutschen fehlt beim Abendessen vor allem Zeit füreinander

Eine im Auftrag von Birra Moretti durchgeführte YouGov-Studie zeigt: Das gemeinsame Abendessen kommt im deutschen Alltag häufig zu kurz. Zwar essen 89 Prozent der Befragten unter der Woche mit anderen Personen aus ihrem Haushalt, doch Zeitdruck, Arbeit und Smartphones lenken vielfach vom gemeinsamen Moment ab. Italienische Esskultur dient dabei vielen als Vorbild für mehr Genuss und Geselligkeit.

Abendessen wird im Alltag häufig zur Pflicht

Das gemeinsame Abendessen gehört für viele Deutsche weiterhin zum Alltag. Laut einer repräsentativen YouGov-Befragung im Auftrag von Birra Moretti essen 89 Prozent der Befragten unter der Woche gemeinsam mit anderen Personen aus ihrem Haushalt.

Allerdings bleibt für den eigentlichen Genuss häufig wenig Zeit. Bei den meisten dauert das Abendessen lediglich 15 bis 30 Minuten. Für 30 Prozent fühlt es sich dabei sehr oft oder oft eher wie eine Pflicht als wie ein Genussmoment an.

Hinzu kommt die gedankliche Ablenkung: 45 Prozent der Befragten geben an, während des Essens sehr oft oder oft noch mit Arbeit, To-dos oder organisatorischen Fragen beschäftigt zu sein.

Weniger als zehn Minuten Gespräch am Tisch

Besonders deutlich zeigt sich der Verlust gemeinsamer Zeit bei den Gesprächen. In mehr als einem Drittel der Haushalte, die gemeinsam essen, wird während des Abendessens sehr oft oder oft weniger als zehn Minuten miteinander gesprochen.

Auch das Smartphone spielt dabei eine Rolle. Nur 30 Prozent der Befragten halten das Mobiltelefon beim Essen grundsätzlich für tabu. Bei weiteren 39 Prozent liegt es zwar auf dem Tisch, wird während des Essens aber nicht aktiv genutzt.

Damit wird der Esstisch zwar weiterhin als gemeinsamer Ort genutzt, die Aufmerksamkeit der Beteiligten ist jedoch nicht immer vollständig aufeinander gerichtet.

Was den Deutschen beim Abendessen fehlt

Auf die Frage nach den größten Defiziten im typischen Feierabend-Dinner nennen die Befragten vor allem praktische und zeitliche Faktoren. 27 Prozent fehlt die Energie zum Kochen, 23 Prozent wünschen sich mehr Inspiration für neue Gerichte.

Jeweils 20 Prozent nennen mehr Zeit für ein entspanntes Essen beziehungsweise mehr Abwechslung als Wunsch.

Nur 23 Prozent der Befragten sind mit ihrer aktuellen Situation beim Abendessen vollkommen zufrieden.

86 Prozent wünschen sich wieder mehr bewusste gemeinsame Zeit

Gleichzeitig ist der Wunsch nach Veränderung groß. Für 86 Prozent ist es wichtig, dass das Abendessen wieder stärker zu einem bewussten gemeinsamen Moment wird. Für 39 Prozent ist dies sogar sehr wichtig.

Dabei müssen die Veränderungen offenbar nicht groß sein. Als hilfreiche Rituale nennen die Befragten unter anderem das bewusste Weglegen des Smartphones (32 Prozent), langsameres Essen (24 Prozent) und feste Essenszeiten (20 Prozent).

59 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, neue Rituale auszuprobieren, um ihre Abendessen bewusster zu gestalten.

Italienischer Esstisch als Vorbild

Ein Blick nach Italien zeigt, welches Bild viele Deutsche mit einem gelungenen gemeinsamen Abendessen verbinden. 47 Prozent nennen frische Zutaten und Qualität als typische Eigenschaften eines italienischen Abendessens. Für 40 Prozent steht der kulinarische Genuss im Mittelpunkt.

Weitere häufig genannte Aspekte sind eine familiäre Atmosphäre (39 Prozent), Geselligkeit und Gemeinschaft (34 Prozent) sowie Gastfreundschaft (30 Prozent). Auch Leidenschaft und ein entspanntes Tempo werden mit dem italienischen Esstisch verbunden.

Insgesamt würden sich 68 Prozent der Befragten wünschen, solche Momente auch unter der Woche häufiger im eigenen Alltag zu erleben. Für 28 Prozent gilt dieser Wunsch sogar sehr stark.

Millennials legen Wert auf bewusste Abendmomente

Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach bewusster gemeinsamer Zeit bei den 25- bis 44-Jährigen. Zwischen 86 und 88 Prozent dieser Altersgruppe ist es wichtig, dass das Abendessen wieder stärker als gemeinsamer Moment erlebt wird.

Auch der Wunsch nach mehr italienisch geprägten Genussmomenten ist bei dieser Zielgruppe ausgeprägt. Rund 67 Prozent der Millennials wünschen sich, entsprechende Momente häufiger in ihren Alltag zu integrieren.

Damit deutet die Studie auf einen breiteren gesellschaftlichen Trend hin: Gerade jüngere Erwachsene suchen offenbar nach Möglichkeiten, den Feierabend bewusster zu gestalten und gemeinsame Zeit nicht vollständig zwischen Arbeit, Organisation und digitalen Ablenkungen untergehen zu lassen.

Birra Moretti setzt auf kleine Rituale statt perfektes Dinner

Birra Moretti leitet aus den Ergebnissen der Studie eine einfache Botschaft ab: Für einen gelungenen gemeinsamen Abend brauche es nicht zwangsläufig ein aufwendiges Menü. Vielmehr könnten kleine Rituale dabei helfen, wieder mehr Aufmerksamkeit füreinander zu schaffen.

Dazu gehören beispielsweise das Smartphone beiseitezulegen, gemeinsam zu essen oder sich bewusst Zeit für Gespräche zu nehmen. Mit seiner italienischen Markenpositionierung möchte Birra Moretti diese Idee eines entspannten Feierabends auf den deutschen Alltag übertragen.

Damit wird das Bier zugleich als Bestandteil eines sozialen Genussmoments positioniert – weniger als Begleiter eines perfekten Menüs, sondern als Teil eines bewussten gemeinsamen Abends.

Über die YouGov-Studie

Für die im Auftrag von Birra Moretti durchgeführte Studie befragte YouGov im Mai 2026 insgesamt 549 Menschen in Deutschland zu ihrem Essverhalten und ihren Einstellungen rund um das Abendessen unter der Woche.

Der Erhebungszeitraum lag zwischen dem 20. und 26. Mai 2026. Untersucht wurden unter anderem die aktuelle Dinner-Situation, gemeinsame Zeit am Esstisch, Ablenkungen, mögliche Rituale sowie die Vorstellungen von einem typisch italienischen Abendessen.