Aktionswoche Alkohol 2026: BADS-Präsident Trentmann für Null-Toleranz im Straßenverkehr

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr begrüßt die DVR-Forderung nach einem gesetzlichen Alkoholverbot im Straßenverkehr – und sieht sich als langjährigen Vorreiter für diese Position. BADS-Präsident Helmut Trentmann fordert endlich gesetzliche Konsequenzen statt bloßer Appelle.

Norbert Radzonowski, Pressesprcher

Zum Start der „Aktionswoche Alkohol" der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hat der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) seine langjährige Forderung nach einem absoluten Alkoholverbot im Straßenverkehr bekräftigt. BADS-Präsident Helmut Trentmann begrüßt ausdrücklich, dass der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) diese Position nun ebenfalls öffentlich vertritt.

Trentmann kritisiert, dass trotz jährlich vorgelegter Unfallstatistiken mit zu vielen Toten und Schwerverletzten politische Konsequenzen in Richtung eines absoluten Verbots bislang ausbleiben. Bewusstseinsänderungen würden zwar gefordert, in konkrete Gesetzgebung fänden sie sich aber nur zögerlich wieder.

Niedersachsen als politisches Vorbild

Positiv bewertet der BADS den Vorstoß des niedersächsischen Gesundheitsministers Andreas Philippi, der sich im April 2026 vehement für Null-Toleranz-Regelungen gegenüber Alkohol und Cannabis im Straßenverkehr ausgesprochen hatte. Sowohl BADS als auch DVR sprechen sich für eine entsprechende Änderung des § 24a des Straßenverkehrsgesetzes aus.

Trentmann verweist zudem auf die Empfehlungen des diesjährigen Deutschen Verkehrsgerichtstages, der auch Regeländerungen für Nutzer von Pedelecs und E-Scootern fordert – eine Position, die der BADS vollständig mitträgt.