Welches Potenzial und welche Wandlungsfähigkeit der Spätburgunder bietet, zeigt das Weingut Freiherr von Gleichenstein mit einem Pinot Noir aus dem Jahr 2011. Als Late Bottled Vintage (LBV) hat das Kaiserstühler Familienweingut den Spätburgunder nach zehnjähriger Reife wie einen Portwein ausgebaut und in limitierter Auflage von exakt 2021 Flaschen abgefüllt und einzeln durchnummeriert.
Mit dem „P“ hat das Weingut nun wieder einen Dessertwein in seinem Portfolio.
„Da wir bereits 2006 den letzten Chardonnay-Süßwein ausgebaut hatten, dachten wir über einen passenden Wein zum Dessert nach. So entstand die Idee, mit dem Pinot Noir etwas ganz Neues auszuprobieren“, erzählt Johannes Freiherr von Gleichenstein. „Wir haben das Verfahren des Portweins auf den badischen Spätburgunder übertragen, ohne diesen imitieren zu wollen.“ Entstanden ist der „P“, der trotz seiner Restsüße eine gewisse Frische auf der Zunge verbreitet, die ihn sehr lebendig macht. Bei dem Süßwein nach portugiesischem Vorbild verbinden sich Aromen von Herzkirsche, Pflaume, Zimt, Zedernholz, Holunderbeeren und Rumtopf im Gaumen. Der „P“ hat einen Alkoholgehalt von 18%. Erhältlich ist er in der 500ml Flasche und kostet 19,50 Euro.
Bei den Kunden aus Gastronomie und Hotellerie ist das Interesse an der neuen Weinrarität bereits jetzt sehr groß. „Nachdem der Portwein jahrelang fast vergessen war, erfährt dieser Dessertwein aktuell wieder eine Renaissance“ erzählt Verkaufsleiter Sebastian Wilkens. „Da ist unser „P“ mit seinem faszinierendem Süße-Säure-Gerüst für viele Barkeeper und Weinberater in der Gastronomie ein spannendes Angebot.“ Der gelernte Sommelier hatte bereits zahlreiche Bestellungen entgegengenommen, da war der Wein noch gar nicht abgefüllt.
Über das Weingut Freiherr von Gleichenstein
Seit 2003 führen die heutigen Besitzer Johannes und Christina von Gleichenstein das Weingut Freiherr von Gleichenstein in Vogtsburg- Oberrotweil am Kaiserstuhl. Der Hof ist seit 1634 inzwischen in elfter Generation im Familienbesitz von Johannes von Gleichenstein. Die Weinberge am westlichen Kaiserstuhl mit ihrem Vulkanverwitterungsgestein und den Lössböden, eine sorgfältige Arbeit im Weinberg, strenge Ertragsreduzierung und der individuelle Ausbau der einzelnen Lagen bringen erstklassige Weine, vor allem Burgunderweine, hervor. Im Besitz des Weinguts Freiherr von Gleichenstein sind einige der Spitzenlagen des Kaiserstuhls. Dazu gehört der Oberrotweiler Eichberg, der Hausberg des Weinguts. Mit seiner südlichen Ausrichtung und einer Hangneigung bis zu 45 Prozent ist er vollständig sonnenexponiert. Auf dem Ihringer Winklerberg, der wärmsten Weinberglage Deutschlands, gedeihen mineralische und elegante Spitzenweine. Der Oberrotweiler Henkenberg und der Achkarrer Schlossberg bringen komplexe Graue Burgunder hervor. Auf den Lössböden und Mischböden des Weinguts werden die Gutsweine ausgebaut. Eine Rarität des Weinguts ist der Weinkeller mit seinen aufwändigen Holzkonstruktionen. Er wurde bereits um 1500 errichtet, als Hof und Ländereien im Besitz des Klosters St. Blasien waren. www.gleichenstein.de



