Dürre 2025/2026: Wie Bio-Landwirtschaft Deutschlands Trinkwasser schützt
Die Dürre in Deutschland hält an: Nach einem historisch trockenen Frühjahr 2025 – dem trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von Februar bis Mai – setzt sich die Niederschlagsarmut 2026 nahtlos fort. In dieser akuten Wasserkrise liefert die ökologische Landwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der heimischen Trinkwasserreserven.
Wie die neuesten Daten der digitalen Bio-Wasseruhr der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. zeigen, wurden 2025 trotz massiver Dürre auf deutschen Ökoflächen über 2,73 Milliarden Kubikmeter Wasser geschützt und sauber in die Grundwasserspeicher geleitet – das entspricht dem kombinierten Wasservolumen des Schweriner Sees, der Müritz, des Königssees, des Großen Plöner Sees und des Plauer Sees.
Ökoböden nehmen Regen 2,37-mal besser auf
Der entscheidende Vorteil ökologisch bewirtschafteter Flächen liegt in ihrer Bodenstruktur: Durch höhere biologische Vielfalt und lockere Beschaffenheit nehmen Ökoböden Regenwasser laut einer Metastudie des Thünen-Instituts um rund 137 Prozent besser auf als konventionell bewirtschaftete Böden. Das Regenwasser versickert tiefer, belastet die Grundwasserspeicher nicht mit Schadstoffen und fließt bei Starkregen seltener als Hochwasser in Siedlungsgebiete ab.
2025 fielen in Deutschland lediglich 642 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – 17 Prozent unter dem langjährigen Mittel. In niederschlagsreicheren Vorjahren hatte der Ökolandbau sogar 4,0 Milliarden (2024) bzw. 3,8 Milliarden Kubikmeter (2023) Wasser geschützt.
Bis zu 1,8 Milliarden Euro eingesparte Aufbereitungskosten
Weil im Ökolandbau konsequent auf Kunstdünger und Pestizide verzichtet wird, entfällt für das versickerte Wasser die aufwendige technische Aufbereitung durch Wasserversorger. Die Bio-Wasseruhr beziffert die dadurch eingesparten Kosten auf bis zu 1,8 Milliarden Euro jährlich – Kosten, die andernfalls über die Wasserrechnung an Privathaushalte weitergegeben würden.
Frank Stieldorf, Geschäftsführer der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser, betont: In Zeiten aufeinanderfolgender Dürrejahre sei der Ökolandbau die wichtigste Lebensversicherung für sauberes Trinkwasser. Jeder in den Ökolandbau investierte Euro spare der Allgemeinheit ein Vielfaches an späteren Reparaturkosten.
Die Ökolandbaufläche in Deutschland wuchs 2025 auf 1.934.350 Hektar – das entspricht 11,7 Prozent der gesamten Ackerfläche. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag dieser Anteil noch bei 3,2 Prozent. Alle aktuellen Daten sind unter bio-wasseruhr.de abrufbar.



