Fanta trinkt man im Osten, Spezi im Süden und das meistbestellte Getränk des Sommers ist Wasser!

Welche Getränke bestellen die Deutschen im Sommer am liebsten? Der aktuelle Sommer-Drink-Report von Flink liefert spannende Einblicke in regionale Vorlieben und saisonale Trends. Während Wasser bundesweit das meistbestellte Getränk ist, zeigen sich bei Softdrinks, Aperitifs und Bier deutliche Unterschiede zwischen Nord, Süd, Ost und West.

Flink analysiert Deutschlands Sommergetränke

Der Schnelllieferdienst Flink hat die Bestelldaten des Sommers 2025 ausgewertet und dabei interessante Entwicklungen im deutschen Getränkemarkt identifiziert. Die Analyse zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher je nach Region unterschiedliche Vorlieben haben und saisonale Trends das Kaufverhalten stark beeinflussen.

Besonders auffällig: Wasser war im Sommer 2025 das meistbestellte Getränk in Deutschland und lag damit vor Bier, Cola und Radler. Der Juni erwies sich dabei als stärkster Monat für Wasserbestellungen.

Regionale Unterschiede bei Softdrinks

Die Auswertung verdeutlicht, dass Softdrink-Marken in Deutschland regional sehr unterschiedlich nachgefragt werden.

Paulaner Spezi erfreut sich nicht nur in Bayern großer Beliebtheit, sondern auch in Ostdeutschland. Beide Regionen weisen nahezu identische Bestellzahlen auf. In Berlin fällt die Nachfrage dagegen deutlich geringer aus.

Auch Fanta zeigt eine klare regionale Stärke. In Ostdeutschland wird die Orangenlimonade deutlich häufiger bestellt als in anderen Teilen des Landes. Fritz-Kola dominiert hingegen den Norden Deutschlands und profitiert dort von ihrer starken regionalen Verwurzelung. Coca-Cola erzielt die höchsten Bestellzahlen im Süden.

Aperitif-Trend setzt sich fort

Der Report bestätigt die anhaltende Beliebtheit von Aperitif-Getränken. Produkte wie Aperol Spritz oder Campari-basierte Drinks werden insbesondere in den Sommermonaten verstärkt nachgefragt. Spitzenmonat ist der Juni.

Berlin führt das bundesweite Ranking beim Aperitif-Konsum an und liegt vor Städten wie Köln, Hamburg und München. Die Hauptstadt zeigt sich insgesamt besonders experimentierfreudig bei der Getränkeauswahl.

Radler gewinnt gegen klassisches Bier

Eine der überraschendsten Erkenntnisse der Analyse betrifft den Biermarkt. Während klassische Pils- und Helles-Biere in den Wintermonaten stärker nachgefragt werden, gewinnen Biermischgetränke im Sommer deutlich an Bedeutung.

Radler und Alsterwasser verzeichnen in der warmen Jahreszeit die höchsten Zuwächse. Berlin gilt dabei als stärkster Radler-Markt Deutschlands und erreicht deutlich höhere Bestellanteile als Hamburg oder München.

Regional zeigen sich auch beim Bier klare Unterschiede: Während in München Helles Bier dominiert, bevorzugen Verbraucher in Hamburg, Berlin und Kiel traditionell Pils.

Tonic Water und Gin Tonic bleiben Sommerfavoriten

Auch der Trend zu Longdrinks hält an. Tonic Water wurde im Sommer deutlich häufiger bestellt als in den Wintermonaten. Besonders stark ist die Nachfrage in Berlin, wo die Bestellzahlen mehr als doppelt so hoch ausfallen wie in Hamburg.

Der Gin Tonic etabliert sich damit zunehmend als fester Bestandteil des sommerlichen Getränkekonsums außerhalb der klassischen Gastronomie.

Hamburg bleibt Rosé-Hochburg im Norden

Im Weinsegment überzeugt insbesondere Roséwein. Hamburg führt das Ranking der norddeutschen Städte an und liegt vor Köln und München. Der Juli war bundesweit der stärkste Monat für Roséwein-Bestellungen.

Getränkemarkt zwischen Regionalität und Sommertrends

Der Flink Sommer-Drink-Report zeigt, dass regionale Markenbindung, saisonale Anlässe und veränderte Konsumgewohnheiten den deutschen Getränkemarkt weiterhin prägen. Neben Wasser als wichtigstem Durstlöscher gewinnen insbesondere Aperitifs, Radler und Longdrinks in den Sommermonaten an Bedeutung und sorgen für zusätzliche Impulse im Handel.