Filiale der Zukunft: Wie Mövenpick Wein den stationären Weinhandel neu erfindet
Der stationäre Einzelhandel steht unter Druck – auch im Weinsegment. Während viele Händler auf reine Online-Strategien setzen, geht Mövenpick Wein einen anderen Weg: Mit der Eröffnung der „Filiale der Zukunft" im Herti-Zentrum Zug am 9. September 2026 präsentiert das Unternehmen ein Konzept, das digitale Innovation und persönliche Begegnung konsequent miteinander verbindet.
CEO Nikolas von Haugwitz bringt die Philosophie dahinter auf den Punkt: „Warum wir stationär investieren, während wir digitalisieren." Eine Frage, die sich viele Händler in Deutschland ebenfalls stellen – und auf die Mövenpick Wein in Zug eine konkrete Antwort liefert.
900 ausgestellte Weine, 3.000 digital verfügbar
Das Herzstück der neuen Filiale ist die Verbindung aus kuratierten Präsenz und digitalem Zugang: Rund 900 Weine sind physisch ausgestellt und erlebbar. An interaktiven Touchscreens können Kundinnen und Kunden das gesamte Sortiment von über 3.000 Weinen nach persönlichen Präferenzen erkunden und erhalten maßgeschneiderte Empfehlungen. 24 Weine stehen jederzeit kostenlos zur Degustation bereit – ein niedrigschwelliges Angebot, das Hemmschwellen abbaut und Entdeckungen ermöglicht.
24/7-Kundenlager als Serviceinnovation
Eine besonders interessante Neuerung ist das Kundenlager mit 24/7-Zugang: Kunden können ihre Weine dort einlagern und rund um die Uhr abholen. Ein Konzept, das Convenience und Weinkultur verbindet – und für städtische Lagen mit wenig Lagerplatz in Privathaushalten besonders attraktiv sein dürfte.
Vom Weinhändler zum Genussanbieter
Das neue Filialkonzept markiert nach eigenen Angaben die größte Veränderung bei Mövenpick Wein seit der Eröffnung des ersten Weinfachgeschäfts im Jahr 1962. Der Schritt vom klassischen Weinhändler zum Wein- und Genussanbieter zeigt sich auch im erweiterten Sortiment: Neu hinzu kommen Delikatessen wie Cantucci, Olivenöle, italienische Tomatenpaste, Tartufi Piemontesi, Taralli aus Apulien und Fleur de Sel. Was den Wein auszeichnet – Herkunft, Handwerk und Sorgfalt – soll auch für das kulinarische Begleitangebot gelten.
Mit Veranstaltungen, Degustationen und persönlicher Beratung wird die Filiale zum Treffpunkt – weit über den klassischen Weineinkauf hinaus. Ein Modell, das auch für den deutschen Weineinzelhandel als Denkanstoß dienen kann.



