Absatzrückgang belastet Fruchtweinbranche
Die Hersteller von Apfelwein, Fruchtwein und verwandten Getränken mussten 2025 einen Rückgang beim Inlandsabsatz hinnehmen. Nach Angaben des Verbands der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie (VdFw) sank der Absatz um 5,9 Prozent von 99 Millionen Litern auf 93 Millionen Liter.
Auch beim Umsatz verzeichnete die Branche Einbußen. Die Erlöse gingen um 4,8 Prozent auf 128,9 Millionen Euro zurück, nachdem im Vorjahr noch 135,4 Millionen Euro erzielt worden waren.
Wie viele Bereiche der Getränkewirtschaft sieht sich auch die Fruchtweinbranche mit einer spürbaren Konsumzurückhaltung im Handel und in der Gastronomie konfrontiert.
Cider und Apfelwein-Mixgetränke legen deutlich zu
Trotz der insgesamt rückläufigen Marktentwicklung konnten insbesondere apfelweinhaltige Getränke zulegen. Dazu zählen Cider, Apfelweinschorlen sowie weitere Mischgetränke auf Apfelweinbasis.
Der Absatz dieser Produktgruppe stieg 2025 um 12,5 Prozent von 16 auf 18 Millionen Liter. Damit bestätigen die modernen Getränkekonzepte ihre wachsende Bedeutung innerhalb des Marktes.
Die Hersteller profitieren dabei von einer breiteren Zielgruppenansprache sowie von innovativen Geschmacksrichtungen und zeitgemäßen Verpackungslösungen.
Apfelwein bleibt wichtigstes Branchenprodukt
Trotz des Wachstums neuer Kategorien bleibt Apfelwein das zentrale Produkt der Branche. Mit einem Inlandsabsatz von 35,8 Millionen Litern entfielen 38,5 Prozent des gesamten Branchenabsatzes auf das Traditionsgetränk.
Gleichzeitig haben sich apfelweinhaltige und fruchtweinhaltige Getränke als bedeutende zweite Säule etabliert. Beide Kategorien erreichen inzwischen jeweils einen Absatzanteil von mehr als 19 Prozent am Gesamtmarkt.
Die Branche setzt dabei verstärkt auf moderne Gebinde wie Longneck-Flaschen, Getränkedosen und hochwertige Glasverpackungen, um neue Verbrauchergruppen anzusprechen.
Alkoholfreie Varianten gewinnen an Bedeutung
Ein weiteres Wachstumssegment bleiben alkoholfreie Apfelwein- und Fruchtweinprodukte. Obwohl ihr Marktanteil derzeit noch vergleichsweise gering ist, legte der Absatz 2025 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zu.
Damit folgt die Branche dem anhaltenden Trend zu alkoholfreien Alternativen und erweitert ihr Sortiment um Produkte für bewusste Konsumenten und neue Konsumanlässe.
Diversifizierung stärkt die Zukunftsfähigkeit
Die aktuelle Jahresbilanz zeigt, dass die Kombination aus traditionellen Apfel- und Fruchtweinen sowie innovativen Cider-, Mix- und alkoholfreien Konzepten zunehmend zum Erfolgsmodell wird. Während klassische Produkte weiterhin die Basis des Marktes bilden, sorgen moderne Varianten für Wachstumspotenziale und neue Zielgruppen in einem insgesamt herausfordernden Getränkemarkt.





