kollex-Studie: Zuckerfreie Getränke erobern Gastronomie und Handel

Der Zuckerfrei-Monitor 2026 der Bestellplattform kollex zeigt: Immer mehr Gastronom:innen und Händler:innen setzen auf zuckerfreie Getränke. Besonders bei Cola, aromatisiertem Wasser und Energy-Drinks steigt die Nachfrage deutlich – ein Fünftel aller Erfrischungsgetränke wird inzwischen ohne Zucker bestellt.

Zuckerfrei auf dem Vormarsch

Wer heute in Bar, Restaurant oder Späti ein Getränk bestellt, hat immer häufiger eine zuckerfreie Variante zur Auswahl. Das zeigt der aktuelle Zuckerfrei-Monitor der digitalen Bestellplattform kollex, über die bundesweit mehr als 20.000 Nutzer:innen aus Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel bestellen. Demnach wird bei Erfrischungsgetränken mit Zero-, Light- oder zuckerfreien Alternativen im Sortiment bereits jeder fünfte Liter in dieser Variante geordert. Angetrieben wird der Trend vor allem von Cola, Energy-Getränken sowie Tee- und Mate-Produkten.

Cola treibt den Wandel an

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Cola: Der Anteil zuckerfreier Bestellungen stieg zwischen 2023 und 2026 von 28 auf 39 Prozent. Damit ist mittlerweile mehr als jede dritte bestellte Cola zuckerfrei. Auffällig ist zudem, dass Gastronom:innen und Händler:innen bei nahezu jeder Cola-Marke im Sortiment auch die zuckerreduzierte oder -freie Version mitbestellen. Bei klassischen Limonaden fällt der zuckerfreie Anteil mit rund 2,5 Prozent deutlich geringer aus, wächst aber ebenfalls kontinuierlich. Ähnliche Muster zeigen sich bei Kneipen und Bars, die ihre Cola- und Limo-Getränke selbst mit Sirup mischen.

Den höchsten Zuckerfrei-Anteil erreicht jedoch aromatisiertes Wasser: Zwei Drittel aller Wassersorten mit Geschmack werden inzwischen ohne Zucker bestellt – vor vier Jahren war es erst knapp die Hälfte.

Wachmacher-Getränke ziehen nach

Auch bei koffeinhaltigen Getränken mit Wachmacher-Effekt ist der Trend spürbar. Bei einzelnen Energy-Drink-Marken liegt der zuckerfreie Anteil bereits bei über einem Drittel, während er in der Gesamtkategorie Energy- und Isogetränke bei rund sechs Prozent liegt.

Auch kleinere Getränkekategorien entwickeln sich dynamisch: Der Anteil zuckerfreier Mate-Getränke wuchs von unter einem halben Prozent im Jahr 2022 auf fast vier Prozent im Jahr 2026 und hat damit die Limonaden überholt. Marken wie Mio, Voelkel BioZisch oder Club-Mate bieten inzwischen alle eine Zero- oder Light-Variante an. Auch Eistee verzeichnet, ausgehend von einem niedrigen Niveau, hohe relative Wachstumsraten.

Mehr Auswahl für Gäste

„Wer Erfrischungsgetränke bestellt, greift immer häufiger zu Produkten mit weniger Zucker – oft in Kombination mit Koffein. Für die Gäste bedeutet das vor allem mehr Wahlmöglichkeiten“, sagt Stefan Kellner, Geschäftsführer von kollex und Herausgeber des Zuckerfrei-Monitors.

Fazit: Zuckerfrei wird zum Standard

Der Zuckerfrei-Monitor 2026 macht deutlich, dass sich der Getränkekonsum in Deutschland spürbar verändert. Zuckerfreie Getränke haben sich vom Nischenprodukt zum festen Sortimentsbestandteil entwickelt – besonders bei aromatisiertem Wasser sowie koffeinhaltigen Getränken wie Cola, Energy, Mate und Eistee. Gleichzeitig erweitert die Getränkeindustrie ihr Angebot kontinuierlich, sodass Gastronomie und Handel ihren Gästen zunehmend Auswahl bieten können.