Krombacher zieht Halbzeitbilanz: Fast 475.000 Bäume bereits gepflanzt

Krombacher hat rund die Hälfte seines Aufforstungsziels für 2026 erreicht. Knapp 475.000 von insgesamt einer Million geplanten Bäumen wurden bereits gepflanzt. Die Brauerei betont dabei die Bedeutung langfristiger Waldpflege und klimaresilienter Mischwälder.

Aufforstungsprogramm erreicht wichtigen Meilenstein

Die Brauerei Krombacher Brauerei hat eine Zwischenbilanz ihres Aufforstungsprogramms 2026 vorgestellt. Bis Anfang Juli wurden nach Unternehmensangaben 474.950 Bäume gepflanzt. Insgesamt sollen in diesem Jahr eine Million Bäume in deutschen Wäldern gesetzt werden. Die verbleibenden Pflanzungen sind für den nächsten Pflanzzeitraum ab Oktober vorgesehen.

Die Aufforstungsmaßnahmen werden gemeinsam mit den Landesforstverwaltungen umgesetzt, darunter Wald und Holz NRW.

Sommer verdeutlicht Herausforderungen für junge Wälder

Die derzeitigen Hitze- und Trockenperioden zeigen laut den beteiligten Forstexperten, wie empfindlich neu angelegte Waldflächen auf klimatische Veränderungen reagieren.

Försterin Mia Schmidt von Wald und Holz NRW weist darauf hin, dass Aufforstung weit über das Pflanzen von Setzlingen hinausgeht. Entscheidend seien die langfristige Pflege sowie der Schutz junger Bäume, damit sich stabile Waldökosysteme entwickeln können.

Standortgerechte Baumarten im Fokus

Nach Angaben der Forstexperten hängt der Erfolg von Aufforstungsprojekten maßgeblich von der Auswahl geeigneter Baumarten ab.

Dabei werden unter anderem berücksichtigt:

  • Bodenbeschaffenheit,
  • Wasserverfügbarkeit,
  • Sonneneinstrahlung,
  • regionale Klimabedingungen.

Ziel sind vielfältige Mischwälder, die besser mit Hitze, Trockenheit und anderen Folgen des Klimawandels umgehen können.

Wald als natürlicher Wasserspeicher

Für Krombacher besitzt der Wald auch aus unternehmerischer Sicht eine besondere Bedeutung. Nach Angaben der Brauerei übernehmen Waldböden wichtige Funktionen als natürliche Wasserfilter und -speicher.

Intakte Wälder tragen dazu bei,

  • Niederschläge aufzunehmen,
  • Wasser zu reinigen,
  • Grundwasser zu bilden,
  • den regionalen Wasserhaushalt zu stabilisieren.

Gerade für eine Brauerei mit hohem Wasserbedarf sei der Erhalt gesunder Waldökosysteme daher ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie.

Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen

Der Großteil der Pflanzungen erfolgt auch 2026 in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Sieger- und Sauerland rund um den Unternehmensstandort. Weitere Aufforstungsmaßnahmen finden in Hessen, Thüringen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein statt.

Die Halbzeitbilanz markiert damit keinen Abschluss, sondern einen weiteren Schritt in einem langfristig angelegten Programm zur Förderung klimaresilienter Wälder.