Kumpf setzt auch 2026 auf Streuobst aus Baden-Württemberg
Mit dem Beginn der neuen Streuobstsaison setzt die Kelterei Kumpf weiterhin auf heimisches Obst aus Baden-Württemberg. Äpfel und Birnen von regionalen Streuobstwiesen bilden die Grundlage für die Streuobstsäfte des Unternehmens.
Für Kumpf steht die regionale Herkunft dabei nicht nur für kurze Wege und eine nachvollziehbare Wertschöpfung, sondern auch für den Erhalt der traditionellen Streuobstwiesen in Baden-Württemberg.
Unter dem Leitgedanken „Aus’m Ländle, für’s Ländle“ soll die Verbindung zwischen regionalem Obstbau, Kelterei und Verbrauchern sichtbar bleiben.
Trockenheit erschwert Streuobsternte 2026
Die diesjährige Ernte steht allerdings unter schwierigen Vorzeichen. Hitze und anhaltende Trockenheit haben den Streuobstwiesen zugesetzt. Nach Angaben der Kelterei haben viele Apfelbäume bereits einen erheblichen Teil ihrer Früchte abgeworfen. Die verbliebenen Äpfel sind teilweise kleiner als in normalen Erntejahren.
Wie groß die tatsächliche Erntemenge ausfällt, hängt damit wesentlich von der weiteren Wasserversorgung ab. Bereits geringe Größenunterschiede können sich deutlich auf das Gewicht der Früchte auswirken.
Bundesweit hatte der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) zunächst eine Streuobsternte von rund 450.000 Tonnen prognostiziert. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen kann davon jedoch deutlich abweichen.
Lohnmosttausch soll Streuobstwiesen erhalten
Eine wichtige Rolle spielt bei Kumpf der sogenannte Lohnmosttausch. Besitzer von Streuobstwiesen können Äpfel und Birnen bei den entsprechenden Sammelstellen abgeben und erhalten dafür Saft zu einem reduzierten Verarbeitungspreis.
Für 100 Kilogramm Äpfel oder Birnen gibt Kumpf 60 Liter Saft zu vergünstigten Konditionen aus. Dadurch sollen Anlieferung und Pflege der Streuobstwiesen für die Besitzer wirtschaftlich attraktiver werden.
Der Ansatz hat zugleich Bedeutung für den Getränkefachhandel: Händler, die als Kumpf-Sammelstellen fungieren, können über das Lohnmostgeschäft zusätzliche Kundenkontakte schaffen. Das über die Obstlieferung aufgebaute Guthaben wird über das Jahr hinweg für Lohnmostprodukte eingelöst und kann weitere Einkäufe im Getränkemarkt auslösen.
Regionale Wertschöpfung vom Obstbaum bis zum Saft
Kumpf verarbeitet für die Streuobstsäfte ausschließlich Streuobst aus Baden-Württemberg. Das Obst wird regional gesammelt, in der Kelterei verarbeitet und anschließend als Saft vermarktet.
Für Verbraucher ist die Herkunft auf den Produkten mit dem Hinweis „Streuobst aus’m Ländle“ erkennbar.
Damit verbindet das Unternehmen regionale Herkunft mit dem Anspruch an die Qualität der verwendeten Früchte. Bei der Obstannahme wird nach Angaben von Kumpf darauf geachtet, dass nur gesundes, reifes und einwandfreies Obst verarbeitet wird.
Frische ist entscheidend für die Saftqualität
Nach der Ernte kommt es auf eine schnelle Verarbeitung an. Kumpf benötigt das angelieferte Streuobst deshalb grundsätzlich innerhalb von zwei bis drei Tagen.
Die Annahme von Äpfeln hat am 24. August 2026 begonnen. Birnen können ab dem 10. September 2026 angeliefert werden.
Die kurze Zeitspanne zwischen Ernte und Verarbeitung soll dazu beitragen, die Qualität und den charakteristischen Geschmack des Streuobstes im fertigen Saft zu erhalten.
Klimawandel erschwert Planung der Erntemengen
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt nach Einschätzung von Kumpf zunehmend den Einfluss klimatischer Veränderungen auf die Streuobsternte. Hitze, Trockenperioden und schwankende Wasserversorgung können die Erntemengen innerhalb eines Jahres erheblich beeinflussen.
Damit wird die regionale Rohstoffversorgung auch für Keltereien zu einer zunehmend wichtigen Herausforderung. Gleichzeitig gewinnt die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen als Teil der regionalen Kulturlandschaft an Bedeutung.
Mit der Streuobstsaison 2026 setzt Kumpf deshalb weiterhin auf regionale Rohstoffe, kurze Wege und die Verbindung von Saftproduktion und Landschaftspflege in Baden-Württemberg.





