Qualität lässt sich nicht allein am Etikett erkennen
Matcha wird zunehmend als Premiumprodukt vermarktet. Begriffe wie „Ceremonial Grade“ sollen dabei besondere Qualität signalisieren. Allerdings ist diese Bezeichnung nicht geschützt und kann grundsätzlich von verschiedenen Herstellern verwendet werden – unabhängig davon, ob der Matcha tatsächlich aus besonders hochwertigen, lange beschatteten Teeblättern hergestellt wurde.
Thomas Grömer, Geschäftsführer von AIYA Europe, empfiehlt deshalb, nicht allein auf solche Angaben zu vertrauen. Auch Farbe, Geruch und Textur können Hinweise auf die Produktqualität geben.
Herkunft und Herstellung als Orientierung
Für eine bessere Einschätzung sollten Verbraucher laut Grömer unter anderem darauf achten, wie lange ein Unternehmen bereits Matcha produziert, wer hinter der Herstellung steht und ob der Tee traditionell steinvermahlen wird.
Auch die Reputation des Herstellers könne ein wichtiges Kriterium sein. Unternehmen, die seit Generationen hochwertigen Matcha produzieren, hätten einen Ruf zu verlieren und seien deshalb besonders auf gleichbleibende Qualität angewiesen.
Da einheitliche, rechtlich verbindliche Kriterien für die Bezeichnung „Ceremonial Grade“ fehlen, bleibt es für Verbraucher schwierig, Produkte allein anhand der Verpackung zuverlässig miteinander zu vergleichen.




