Tee Report 2026: Deutsche Teewirtschaft sieht Wachstum – warnt aber vor sinkender Sortenvielfalt

Die deutsche Teewirtschaft zieht im Tee Report 2026 eine positive Bilanz. Während Matcha, Cold Brew Tea und Bio-Produkte weiter zulegen, warnt der Deutsche Tee & Kräutertee Verband vor gesetzlichen Vorgaben, die die Vielfalt des Angebots künftig einschränken könnten.

Tee trifft Zeitgeist

Tee bleibt gefragt: Branche blickt positiv auf 2025 zurück

Die deutsche Teewirtschaft bewertet das vergangene Geschäftsjahr positiv. Laut dem Tee Report 2026 blieb der Teeverbrauch auf einem hohen Niveau, die Umsätze entwickelten sich stabil und inflationsbedingte Kaufzurückhaltung war im Markt kaum spürbar.

Als zusätzliche Wachstumstreiber nennt der Deutscher Tee & Kräutertee Verband gesellschaftliche Entwicklungen wie ein steigendes Gesundheitsbewusstsein, den Trend zu pflanzlicher Ernährung sowie den Wunsch nach alkoholfreiem Genuss.

Matcha sorgt für neue Zielgruppen

Besonders dynamisch entwickelt sich weiterhin das Segment Matcha. Der anhaltende Boom des fein gemahlenen Grüntees spricht vor allem jüngere Verbraucher an und steigert zugleich das Interesse an weiteren Teespezialitäten.

Auch Themen wie Longevity, Functional Food und bewusste Ernährung stärken die Nachfrage nach Tee sowie Kräuter- und Früchtetees.

Bio-Anteil wächst weiter

Ein deutliches Wachstum verzeichnet erneut der Bio-Bereich.

Nach Angaben des Verbands:

  • stieg der Bio-Anteil im Teemarkt auf 19,6 Prozent,
  • liegt dieser damit mehr als dreimal so hoch wie im übrigen Lebensmittelmarkt.

Zudem entwickeln sich innovative Produktsegmente weiterhin positiv.

Cold Brew Tea etabliert sich

Cold Brew Teas haben sich inzwischen dauerhaft im Sortiment vieler Hersteller etabliert. Die kalt aufgießbaren Tees werden insbesondere als unkomplizierte, kalorienarme Erfrischungsgetränke nachgefragt.

Auch klassische Früchteteemischungen bleiben beliebt und legten im Jahr 2025 nach Verbandsangaben um mehr als fünf Prozentpunkte zu.

Verband warnt vor Einschränkungen

Trotz der positiven Marktentwicklung sieht der Verband Risiken für die zukünftige Produktvielfalt.

Die neue Verbandsvorsitzende Annemarie Leniger warnt vor strengeren gesetzlichen Vorgaben bei:

  • Rückstandshöchstgehalten,
  • Kontaminanten,
  • der Bewertung natürlicher Inhaltsstoffe.

Nach Einschätzung des Verbands könnten dadurch künftig beliebte Tee-, Kräutertee- und Früchteteesorten vom Markt verschwinden.

Tee profitiert von Ernährungstrends

Aus Sicht der Branche besitzt Tee weiterhin großes Wachstumspotenzial. Als wesentliche Vorteile nennt der Verband die Eigenschaften vieler Tees:

  • vegan,
  • zuckerfrei,
  • kalorienarm,
  • pflanzlich.

Diese Merkmale passen nach Einschätzung der Branche zu aktuellen Verbrauchertrends und könnten die Nachfrage langfristig weiter stärken.

Der Tee Report 2026 liefert darüber hinaus umfangreiche Marktdaten, Trendanalysen und ein ausführliches Interview mit Verbandsvorsitzender Annemarie Leniger.