Nachhaltiger Weinbau soll Biodiversität stärker fördern
Bio-Wein gilt für viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland als nachhaltige Wahl. Doch reicht ein Biosiegel tatsächlich aus, um Umwelt, Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft umfassend zu fördern? Der Schweizer Biowein-Pionier Delinat stellt genau diese Frage – und setzt mit einem erweiterten Ansatz im ökologischen Weinbau bewusst höhere Standards.
Unter dem neuen Slogan „Biowein. Nur besser.“ will das Unternehmen verdeutlichen, dass nachhaltiger Weinbau aus seiner Sicht weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen der EU-Bioverordnung hinausgehen sollte.
Bio-Wein: Mindeststandards statt ganzheitlicher Nachhaltigkeit?
Ein Bio-Zertifikat garantiert in der Regel den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und bestimmte Vorgaben für Kellerverfahren. Kritiker bemängeln jedoch, dass viele Bioweine damit lediglich grundlegende Anforderungen erfüllen.
Delinat vertritt die Position, dass nachhaltiger Weinbau umfassender gedacht werden müsse. Seit über 40 Jahren verfolgt das Unternehmen das Ziel, Weinberge nicht nur als Produktionsflächen zu nutzen, sondern als ökologisch vielfältige Lebensräume zu gestalten.
Weinberge als lebendige Ökosysteme
Im Mittelpunkt des Delinat-Konzepts steht ein Weinberg, der als funktionierendes Ökosystem aufgebaut ist. Neben den Reben wachsen dort beispielsweise:
- Kräuter und Wildpflanzen
- Hecken und Bäume
- Trockenmauern
- Teiche und andere Wasserflächen
Diese Strukturen fördern natürliche Kreisläufe und erhöhen die Artenvielfalt. Gleichzeitig können Nützlinge dabei helfen, Schädlinge auf natürliche Weise zu regulieren.
Ein weiterer Baustein ist der verstärkte Einsatz sogenannter PIWI-Rebsorten (pilzwiderstandsfähige Reben). Diese benötigen deutlich weniger Pflanzenschutz und gelten daher als besonders geeignet für einen nachhaltigen Weinbau.
Forschung und Innovation im ökologischen Weinbau
Delinat betreibt zudem ein eigenes Forschungsweingut, in dem neue Anbaumethoden und Rebsorten getestet werden. Ziel ist es, Weinberge langfristig robuster gegenüber Krankheiten und Klimaveränderungen zu machen.
Dabei geht es nicht nur um den Weinberg selbst, sondern auch um die Verarbeitung im Keller. Viele Delinat-Weine entstehen durch spontane Gärung mit natürlichen Hefen, während künstliche Schönungsmittel oder tierische Hilfsstoffe möglichst vermieden werden.
Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Nachhaltigkeit endet für Delinat nicht bei der Weinproduktion. Auch Energieversorgung, Verpackung und Logistik werden in das Konzept einbezogen.
Zu den Maßnahmen gehören unter anderem:
- Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind auf den Weingütern
- leichte Mehrwegflaschen, die bis zu 50-mal wiederverwendet werden können
- wiederverwendbare Versandkartons im Kreislaufsystem
Diese Maßnahmen sollen Ressourcen sparen und die Umweltbelastung reduzieren.
Trend zu anspruchsvolleren Nachhaltigkeitskonzepten
Der Ansatz von Delinat zeigt, dass der Markt für nachhaltigen Wein zunehmend differenzierter wird. Während Bio-Zertifizierungen weiterhin eine wichtige Orientierung für Verbraucher bieten, gewinnen weitergehende Nachhaltigkeitskonzepte in der Branche an Bedeutung.
Mit seinem Slogan „Biowein. Nur besser.“ positioniert sich Delinat als Anbieter, der ökologische Landwirtschaft, Biodiversität und Weinqualität enger miteinander verbinden möchte.


