Wine Paris 2027: Mehr deutsche Aussteller und neue Marktchancen

Die Wine Paris baut vom 15. bis 17. Februar 2027 ihre internationalen Geschäftsprogramme aus. Neben Wein rücken Spirituosen und alkoholarme beziehungsweise alkoholfreie Getränke stärker in den Fokus. Besonders deutlich wächst die deutsche Beteiligung: Die Ausstellungsfläche aus Deutschland steigt gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent.

Wine Paris setzt auf internationale Geschäftskontakte

Die Wine Paris will ihre Position als internationale Plattform für Wein, Spirituosen und No/Low-Produkte weiter stärken. Bei der Ausgabe 2026 zählte die Fachmesse 6.537 Aussteller und 63.541 Fachbesucher aus 169 Ländern. An diese internationale Beteiligung soll 2027 angeknüpft werden. Die neunte Ausgabe steht erneut unter der Schirmherrschaft des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron.

Ein Schwerpunkt liegt auf der gezielten Gewinnung qualifizierter Einkäufer. Ein internationales Team baut dafür insbesondere in Asien seine Kontakte zu führenden Einkäufern aus. Der Club und das Hosted-Buyers-Programm sollen stärker auf die Bedürfnisse der Aussteller zugeschnitten werden. Nach Angaben der Messe sind 70 Prozent der Besucher Entscheidungsträger mit konkreter Kaufabsicht.

Auch der Business-Matching-Service wird erweitert. Verbesserte Unternehmensprofile und präzisere Suchkriterien sollen passende Geschäftspartner leichter zusammenbringen. Aussteller können künftig bis zu drei Produktreferenzen in ihren Katalogprofilen präsentieren und bereits vor Messebeginn gezielt Gesprächstermine vereinbaren.

Deutsche Beteiligung wächst deutlich

Deutschland gehört zu den wichtigsten internationalen Märkten der Wine Paris. Bereits 2026 zählte das Land zu den fünf größten internationalen Ausstellernationen und den vier wichtigsten Herkunftsländern der Fachbesucher. Für 2027 wächst die deutsche Ausstellungsfläche gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent.

Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) ist mit 36 Mitausstellern vertreten und hat seine Fläche gegenüber 2026 mehr als verdoppelt. Auch das Deutsche Weininstitut (DWI) nimmt erneut teil. Darüber hinaus präsentieren Unternehmen wie Henkell, Peter Mertes und Andreas Oster ihre Produkte und Marken dem internationalen Fachpublikum.

International erhalten auch andere Ausstellernationen mehr Sichtbarkeit: Italien und Spanien treten gemeinsam in Halle 1 auf, internationale Aussteller sind zudem in den Hallen 4 und 6 vertreten. Die französischen Aussteller finden sich in Halle 7. China präsentiert sich mit zwei Pavillons in Halle 6. Erstmals sind außerdem Aussteller aus Brasilien und Kanada angekündigt.

Marktanalysen und Branchendialog

Mit dem Academy-Programm und der Plattform Voice of the Industry bietet die Messe Marktanalysen und Einschätzungen von Branchenexperten. Die 2026 eingeführten Morning Market Briefings werden 2027 fortgesetzt. Sie vermitteln Ausstellern Einblicke in internationale Märkte und aktuelle Trends.

Konferenzen und Diskussionsrunden behandeln unter anderem verändertes Konsumverhalten, Entwicklungen im Handel sowie ökologische und regulatorische Fragen. Auch der Austausch mit politischen Entscheidungsträgern wird fortgeführt. Der Bereich Room 8 wird 2027 in die Academy integriert und soll erneut Vertreter der Branche und institutionelle Akteure zusammenbringen.

Be Spirits: Neun neue Länder im Spirituosenbereich

Der Bereich Be Spirits wächst weiter und belegt erneut Halle 5.2. Für 2027 sind Aussteller aus neun zusätzlichen Ländern angekündigt: Armenien, Griechenland, Indien, Moldau, Norwegen, Tschechien, Schweden, der Türkei und der Ukraine. Sie ergänzen die bereits vertretenen Herkunftsregionen und Länder Irland, Japan, Mexiko, Québec, Schottland und die USA.

Der internationale Anteil der Aussteller steigt nach Angaben der Veranstalter von 44 Prozent im Jahr 2026 auf aktuell 54 Prozent. Das Angebot reicht von Cognac, Armagnac und Calvados über Whisky, Tequila, Mezcal, Grappa und Rum bis zu Sake und Shōchū.

Auf der Be Spirits Stage stehen Konferenzen, Masterclasses und Demonstrationen auf dem Programm. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Sake und Shōchū in Zusammenarbeit mit der Japan Sake and Shōchū Makers Association.

Ebenfalls zurück kommt die 40 Meter lange Infinite Bar, an der 20 führende Pariser Bartender arbeiten. Die Cocktail Pairing Experience widmet sich der Kombination von Cocktails und Speisen. Neu ist die Spirits Travel Experience: Drei internationale Bartender stellen dabei unterschiedliche Trinkkulturen und ihre Kreationen vor.

The Other Sip: No/Low wird breiter aufgestellt

Aus Be No wird 2027 The Other Sip. Das 2026 eingeführte Format für alkoholfreie Getränke öffnet sich künftig auch für alkoholreduzierte Produkte. Damit reagiert die Messe auf veränderte Konsumgewohnheiten und die wachsende Bedeutung des No/Low-Segments.

Die zweite Ausgabe bringt bislang Aussteller aus 17 Ländern zusammen. Sechs Länder sind neu dabei: Argentinien, China, Estland, Hongkong, Norwegen und Südkorea. Der Bereich befindet sich in Halle 5.1.

Auch deutsche Anbieter sind vertreten: Kolonne Null, spezialisiert auf hochwertige alkoholfreie Weine, und Carl Jung, ein Pionier der Entalkoholisierung von Wein und der Herstellung alkoholfreier Getränke, präsentieren ihre Produkte.

Mit der Weiterentwicklung von Wine Paris, Be Spirits und The Other Sip will der Veranstalter Vinexposium den Wandel der Wein-, Spirituosen- und Getränkemärkte begleiten und internationale Geschäftsmöglichkeiten schaffen.

Termin: 15. bis 17. Februar 2027
Ort: Paris, Frankreich